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Den
Abschluss dieser Saison sollte dieses Jahr der 2. Lauf der Jügesheimer
Winterlaufserie bilden. Auf der flachen 10km Waldstrecke war ich im Februar
2009 schon mal gelaufen und ich hatte den Lauf in ganz guter Erinnerung.
Zuerst ging es nach Bad Vilbel zu Jutta und Thomas,
die auch in Jügesheim laufen wollten und uns eingeladen hatten, nach
dem Lauf zum Frankfurter Weihnachtsmarkt zu gehen und bei ihnen zu übernachten.
Angekommen im Örtchen Jügesheim, konnte man getrost feststellen,
dass das Wetter mit viel Regen und Wind bei 4 Grad durchaus als ungemütlich
zu bezeichnen war und ich denke, alle Läufer fieberten bzw. bibberten
im wahrsten Sinne des Wortes noch mehr als sonst dem Startschuss entgegen.
Die ersten Meter waren recht eng und man musste aufpassen, keinem in die
Hacken zu treten oder selbst zu stürzen. Aber nach 300-400 windigen
Metern hatte sich das Feld entzerrt und man bog nun vom Radweg ab in den
Wald. Spätestens nach den ersten beiden km war der Körper auf
"Betriebstemperatur" gebracht und ich lief zeitweise in einer
Gruppe. Auch wenn man im Wald vor dem Wind relativ gut geschützt
war, kamen immer mal Streckenteile, wo es recht windig war. Aber ich mag
solche Bedingungen ja lieber als sonnige 20 Grad. Zwar wurden wir zwischendurch
mal von 2 Läufern überholt, aber so ca. bei km 7 konnte ich
mich von der Gruppe lösen und kam den Vorderleuten wieder näher.
Nachdem ich dann nochmal einen Platz gutmachen konnte, ging es am Ende
der 3km langen Geraden nach einer 90 Grad Kurve endlich Richtung Sportplatz,
wo das Ziel war. Wie üblich galt es jetzt ein letztes Mal dem Drang
zu widerstehen, Tempo rauszunehmen sondern rauszuholen, was noch ging.
Auf der Zielgeraden am Sportplatz angekommen, war ich dann schon ziemlich
enttäuscht als ich ca. 50m vorm Ziel sehen musste, wie die Uhr von
37 auf 38 sprang. Mein Ziel, am Jahresende noch ein paar Sekunden von
meiner Saisonbestzeit (37:50) abzutragen, hatte ich mit meiner Endzeit
von 38:12 (M45 5./Gesamt 26.) ziemlich deutlich verfehlt. Bei Thomas war
es deutlich besser gelaufen, denn er hatte seine starke Spätform
genutzt und mit 41:55min seine bisherige Bestzeit pulverisiert. Jutta
war zwar mit ihrer Zeit auch nicht zufrieden, konnte sich dann aber doch
recht schnell über ihren 3. Platz in der W40 freuen.
Aber auch meine anfängliche Enttäuschung war schnell verflogen
und es sollte noch ein sehr schöner Abend werden. Direkt nach dem
Duschen ging's zum Frankfurter Weihnachtsmarkt und danach wieder zurück
nach Bad V. zu Jutta und Thomas, die uns vorzüglich bekochten und
noch eine sehr schöne Überraschung parat hatten.
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