| Obernaulauf (Halbmarathon) - 26.03.2011 Netphen-Brauersdorf |
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| Meine
"Piriformis"(deutsch: "Ar...-Muskel")-Wehwehchen, die
ich eigentlich schon seit Anfang des Jahres mit mir herumschleppte, hatten
sich in den vergangenen Wochen zu einem kleinen Problemfall entwickelt,
so dass ich mein Training erstmal etwas zurückschrauben musste. Auf
Tempotraining verzichtete ich ganz, aber selbst die "lockeren"
Läufe waren nur noch eine ätzende Herumwürgerei. Schließlich
suchte ich meinen Hausarzt auf, der mir - meiner verkürzten hinteren
Oberschenkelmuskulatur sei dank - eine Beweglichkeit von einem 90-jährigen
attestierte. Neben dem Tip "Dehnen, Dehnen, Dehnen" gab er mir
noch einen "Gutschein" für ein paar Massage-Sessions mit
auf den Weg, die mir dann auch relativ schnell eine spürbare Besserung
brachten. Beim nachgeholten Silvesterlauf an der Obernau wollte ich den "Piri" mal wieder einem kleinen Stresstest unterziehen. "Locker loslaufen und das Tempo langsam steigern" sollte die Devise auf der etwas hügeligen Halbmarathonstrecke für mich sein. Kurz vorm Start traf ich meine Vereinskollegen Andreas und Matze, die aus unterschiedlichen Gründen in den letzten Wochen und Monaten ihr Training auf Eis gelegt hatten/legen mussten und mit einer ähnlichen Taktik wie ich das Rennen bestreiten wollten. Mir wurde schnell klar, dass ich aus der Nummer nicht mehr herauskam und ich die beiden begleiten musste ;-). Das übersichtliche Läuferfeld hatte sich nach dem Start schnell auseinander gezogen und nach etwa 5km sahen wir nur noch einen einzelnen Läufer, der eine ganze Zeit lang etwa 100m vor uns lief. Vor ihm und hinter uns war weit und breit keiner mehr in Sicht und das sollte sich auch nicht mehr ändern. Kurz nach der ersten Runde wurden wir etwas schneller und holten den vor uns laufenden Günter ein, der sich dann noch ein paar km dranhing, bevor er an dem giftigen Anstieg bei km 15 abreißen lassen musste. Nachdem wir in der ersten Runde noch im 4:15er Schnitt unterwegs gewesen waren, lagen die Splits nun alle eher zwischen 4:05 und 4:10min/km. Bis km 15 war es für mich noch überraschend locker gelaufen und ich war die Steigungen immer etwas schneller als die beiden anderen hochgelaufen, um sie bei den Bergabstücken dann wieder heranlaufen zu lassen. Die letzten 5km wurden dann aber doch etwas zäh und ich war ganz froh, als wir nach knapp 1:29h quasi zeitgleich über die Ziellinie laufen konnten. Das war dann zu dritt doch deutlich abwechslungsreicher gewesen, als wenn ich einsam die beiden Runden hätte drehen müssen... Ich hoffe, dass der Po-Muskel das ganze ohne Rückfall überstanden hat und ich nun bald wieder in ein "normales" Training einsteigen kann. Für den "Hermann" sollte nämlich noch das eine oder andere Berglauftraining herausspringen, damit ich dort nicht zum Walker mutiere... |
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