Brückenlauf Köln (ca. 15,4km) - 11.09.2011 Köln-City

Dieses Jahr sollte es in unserem Sommerurlaub zur Abwechslung mal an die Westküste Frankreichs (in der Nähe von Mimizan) gehen. Dort hieß es wieder das Laufen halbwegs mit den vielen anderen schönen Aktivitäten unter einen Hut zu bringen. Meistens lief ich auf einem schmalen ebenen Radweg, der etwa 300-400m vom Strand entfernt, parallel zur Küste durch den größten zusammenhängenden Pinien-/Kiefernwald Europas führte. Am Anfang sehr schön, mit der Zeit dann aber auch etwas langweilig. Überwiegend war ich dort im ruhigen Tempo unterwegs, da ich mich frühmorgens um 7:00 einfach nicht zu Tempoläufen irgendeiner Art aufraffen konnte und wollte. So kam ich in den 3 Wochen lediglich auf einen Tempowechsellauf, der aber gar nicht mal so schlecht lief.

Zurück in Deutschland sollte es - wie letztes Jahr - 2 Wochen nach dem Sommerurlaub zu einem kleinen Formtest nach Köln zum Brückenlauf gehen. Mit dabei waren auch wieder Jörg und Torsten, mit denen ich eine Fahrgemeinschaft bildete. Angekommen in Köln, trafen wir zudem noch Matze und Freundin, wobei der Brückenlauf für Matze ein Formtest für den Berlin-Marathon werden sollte. Nach dem Start am Schokomuseum war der erste km, der das Läuferfeld zur Serverinsbrücke brachte, für meine Verhältnisse etwas schnell und ich nahm etwas Tempo heraus. Nachdem wir über die

Hohenzollernbrücke in Richtung Dom gelaufen waren und die erste Treppab-Passage bei der km 5-Marke absolviert hatten, ging es auf der linken Rheinseite für ca. 3km zum nördlichsten Punkt der Strecke, zur Mühlheimer Brücke. Ich hatte gehofft, dass ich auf diesem Stück das Tempo steigern könnte, aber das Gegenteil war der Fall. Die Splits waren nun sogar konstant über 4min und mir warklar, dass es dieses Jahr wohl nichts mit einer Zeit von unter 1h werden würde. Nachdem ich auf der Mühlheimer Brücke die führende Frau überholt hatte, ging es auf der anderen Seite des Rheins wieder nach Süden Richtung Ziel. Da ich auf diesen letzten 5km nun noch einige Plätze gutmachen konnte, hatte ich eigentlich das Gefühl nochmal Tempo zugelegt zu haben, was aber dann doch nicht der Fall war. So war ich dann schon ein wenig enttäuscht (ich hatte ab km 7 nicht mehr auf meine Uhr geschaut), als die Zieluhr schon recht deutlich über 1h war, als ich auf die Zielgerade kam.

Letztenendes war meine Zeit dann mit 1:00:48 über 1min langsamer als letztes Jahr. Der 2. Platz in der M45 (Gesamtplatz 30) bei den etwa 3200 Finishern war da zumindest etwas Ergebniskosmetik. Jörg (Gesamt 22./M40 3.) war genau 1min vor mir im Ziel und Matze (Gesamt 24./M40 5.) ganz knapp auch noch über 1h reingekommen. Am zufriedensten von uns war wohl Torsten der seine Brückenlauf-Bestzeit mit über 1min auf 1:16:06h steigern konnte...